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Bericht über die Scarpa Maestro für Frauen

By Suzanne Reeves

Ich habe in den letzten paar Monaten die Scarpa Maestro getestet und trug sie beim Sportklettern, Bouldern und Trainieren in der Halle. Die zwei Gegensätze Sandstein und Kalk haben mir gezeigt wie die Maestro Frauen als Allrounder fungieren. 

SCHNÜRSYSTEM

Vorab, diese Schuhe haben Schnürsenkel! Das ist eine große Sache für mich, weil ich erst beschlossen habe mich nur noch für Klettverschluss zu entscheiden. Ich mag es einfach, wenn meine Füße mit den Schuhen flirten können, wie du weißt - Kletterschuhe werden beim klettern getragen, und sonst werden sie abgelegt. Zum Einen, um meine Schuhe so wenig wie möglich abzunützen (mit meinen Boot Bananas versuche ich den Geruch zu minimieren, das ist aber eine andere Geschichte…) und zum anderen sind Kletterschuhe nicht gerade dafür gemacht in irgendeiner Weise bequem zu sein, wenn man herumläuft oder steht. Deswegen sind meiner Meinung nach, Schnürschuhe ein echtes Commitment, es ist wirklich zu viel Aufwand sie jedesmal an- und auszuziehen. Meine Füße möchten es also wirklich bequem haben im Maestro, nicht wie sie es sonst gewohnt sind, eine kurze, schwitzige und enge Umarmung in meinen Klettverschluss Schuhen.

SITZT UND FORM

Sobald ich in die Maestro reingeschlüpft bin und die Schnürsenkel gebunden hatte (viel weniger Fummelei als ich gedacht hatte) konnte ich spüren wie sie sich sofort an meine Füße angepasst hatten. Sie haben einen leichten Downturn, aber zum Glück fangen die Füße nicht gleich an zu krampfen, wie es bei aggressiveren Schuhen oft der Fall ist. Dank der medium-to-low Zehenbox wurden meine Zehen zusammengehalten ohne dabei zu schmerzen. Als ich die Schuhe anzog konnte ich die gute Qualität spüren - das Außenmaterial ist aus drei großartigen Türkisen Eco Leder Materialen, mit gepunkteten Luftlöchern für Atmungsaktivität (super, weniger Arbeit für meine Boot Bananas!), welches kompliziert vernäht ist, während die Sohle aus 4mm dickem Vibram XS Edge kombiniert mit einer 2mm dicken XS Grip als Unterlage für die Ferse hat. Als ich beim anprobieren etwas gehemmt dastand, wie beim ersten wichtigen Schuhkauf als kleines Mädchen, fand ich die Maestro zum gehen sehr bequem. Aber wie fühlen sie sich wohl beim Klettern an?   

PERFORMANCE UND SENSIBILITÄT

Ich habe sie zum erstmal im wundervollen Peak District getragen, ich dachte da werden sie am besten auf Herz und Nieren geprüft. Angefangen habe ich auf einer Platte, bei der ich Wert auf kleine, steinige Tritte legte, um die Schuhe auf ihre Sensibilität und Präzision zu testen. Der leichte Downturn der Schuhe gibt mir die Möglichkeit überraschend viel Kraft auf meine Zehen zu proezieren, und mein Stand fühlt sich trotz ´fast nicht vorhanden` Tritten sicher an. Außerdem haben sie sich beim Treten auf Reibung bewiesen - die Zwischensohle ist flexibel genug um sie an den Fels zu pressen. Der Vibram Kleber ist fantastisch klebrig. Am steileren Fels wird das technische Design vom Maestro noch offensichtlicher, die gut geformte Ferse fühlt beim Hooken sicher an und die aufsteigende Sohle im vorderen Bereich leistet Präzision und neues Selbstvertrauen bei meinen spärlichen und hysterischen Zehenhooks.

GANZTAGS- KOMFORT

Die größte Überraschung war, das ich nicht das Gefühl hatte die Schuhe nach dem Klettern gleich ausziehen zu müssen - das spricht auf jeden Fall für den Komfort der Schuhe, und spricht für die Produkteigenschaft, dass er der perfekte Allrounder ist. Scarpa bezieht sich dabei ohne Zweifel auf die Anpassungsfähigkeit des Schuh’s, die man an langen Felswänden, bissigen Sportkletterrouten oder auch knackigen Boulder braucht. Aber für mich ist immer noch am Wichtigsten, wie leicht die Schuhe es einem machen, nach einem neuen Tritt, wieder halt am Fels zu finden. Routen waren steil, unsicher und oft glatt, aber die Maestro sind vor nichts zurückgeschreckt und bewiesen sich auf jeden Fall vielseitig verwendbar und zuverlässig.

Ich trage die Schuhe mittlerweile für Indoor Training Sessions, bei denen sie sich weiterhin auszeichnen. Trotz Maestros Bequemlichkeit, die auch immer bequemer wurde, da ich mich mehr und mehr an die Schnürung gewöhnt habe und ich weiß, wie ich am besten den Druck für meine Fußform verteilen muss, habe ich mich wieder dafür entscheiden barfuß zu sichern und mich nicht festgelegt die Schuhe durchgehend zu tragen. Es ist tatsächlich schneller und einfacher diese Schuhe an- und auszuziehen als erwartet, zum Großteil wegen den zwei großen Schlaufen an der Ferse. Sie haben mich definitiv überzeugt Schnürschuhe zu tragen, anstelle von den allgemeinen Scapras und meinem guten Verhältnis zu Boreals. Meine ersten Kletterschuhe waren die Scarpa Velocitys, ich bin froh, dass ich zu technisch anspruchsvolleren Kletterschuhen aufgestiegen bin.

SUMMARY

Ich bin mir sicher, dass mich die Maestros noch bei vielen weiteren Klettertrips begleiten werden und ich werde genauso an ihnen hängen wie an meinen Velocitys. Scarpa scheint in der Lage zu sein eine Breite an Kletterbedürfnissen gerecht zu werden, und ich muss sagen das dieses Paar Schuhe fast allen gerecht wird.

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